Cascara für Röstereien: Sortiment & Etikett | Cascardia
Cascara

Cascara für Röstereien und Cafés

Cascara ist das Produkt, das am natürlichsten in eine Rösterei passt. Es kommt von derselben Pflanze, oft von denselben Farmen, es erzählt dieselbe Geschichte weiter, und es braucht weder eine neue Maschine noch neues Personal. Was es braucht, ist ein Platz auf der Karte und im Regal. Hier ist, wie das rechnet und was du beachten musst.

Getrocknete Cascara in Nahaufnahme
Getrocknete Cascara: ganz, trocken, gleichmäßig dunkelrot bis braun.

Warum Cascara ins Sortiment gehört

Röstereien leben davon, Herkunft erklärbar zu machen. Cascara ist der greifbarste Beweis dafür, dass eine Kaffeekirsche mehr ist als zwei Samen. Sie öffnet Gespräche am Tresen, sie gibt Gästen, die nachmittags keinen Espresso mehr wollen, eine Alternative aus derselben Welt, und sie unterscheidet die Karte von der des Cafés zwei Straßen weiter.

Dazu kommt die Rechnung. Im deutschen Einzelhandel wird Cascara in 100-Gramm-Packungen meist für 8 bis 10 Euro verkauft, das entspricht 80 bis 100 Euro pro Kilo. Als Rohware im 25-kg-Gebinde liegt der Einkauf weit darunter. Und in der Tasse ist der Wareneinsatz bei 5 Gramm pro Aufguss so niedrig, dass jede verkaufte Cascara-Soda zu den margenstärksten Getränken auf der Karte gehört.

Drei Wege auf die Karte

Der heiße Aufguss. Im Glaskännchen serviert, mit einer kurzen Zeile auf der Karte: „Cascara, Aufguss aus der Kaffeekirsche, Costa Rica“. Funktioniert das ganze Jahr, am besten im Herbst und Winter.

Cold Brew und Soda. Das Sommergeschäft. Ein Konzentrat im Kühlschrank, Sodawasser, Limette, Eis. Lässt sich in Sekunden zubereiten und sieht im Glas nach etwas Besonderem aus.

Die Eigenmarke im Regal. Cascara in 100- oder 250-Gramm-Beuteln mit dem eigenen Etikett, neben dem Röstkaffee derselben Herkunft. Wer beides von derselben Farm hat, erzählt eine Geschichte, die sonst niemand erzählen kann.

Was ein 25-kg-Gebinde ergibt

Ein Sack ergibt rund 5.000 heiße Aufgüsse, oder etwa 100 Packungen à 250 Gramm, oder eine Mischung aus beidem. Für ein Café mit Sommerkarte reicht ein Gebinde für eine Saison, für eine Rösterei mit Regalverkauf und Gastro-Kunden für ein paar Monate. Cascara hält sich trocken und lichtgeschützt lange, ein Gebinde ist also kein Risiko.

Was auf das Etikett muss

Cascara ist seit 2022 in der EU als traditionelles Lebensmittel aus einem Drittland zugelassen. Wer sie abpackt und verkauft, muss ein paar Dinge beachten:

  • Bezeichnung: „Cascara (Pulpe der Kaffeekirsche)“ oder „Pulpe der Kaffeekirsche“. Der Name Cascara allein reicht als Produktname, die zugelassene Bezeichnung muss aber dabei stehen.
  • Zubereitungsanleitung: Pflicht auf der Verpackung, zum Beispiel „5 g mit 250 ml heißem Wasser (95 °C) aufgießen, 3 bis 8 Minuten ziehen lassen“.
  • Die üblichen Angaben: Zutatenverzeichnis (bei einer Zutat: die Bezeichnung), Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum, Name und Anschrift des Verantwortlichen, Loskennzeichnung. Die Herkunft darf, muss aber nicht angegeben werden.
  • Für Fertiggetränke: Wer Cascara als fertiges Getränk abfüllt (Soda, Eistee), muss bei mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter den Hinweis „Hoher Koffeingehalt. Nicht empfohlen für Kinder, Schwangere und Stillende“ anbringen, mit Angabe des Koffeingehalts. Für den Ausschank im Café gilt das nicht.
  • Keine Gesundheitsversprechen: Aussagen wie „antioxidativ“ oder „gesund“ sind nach der Health-Claims-Verordnung nicht erlaubt. Geschmack, Herkunft und Handwerk sind die besseren Verkaufsargumente, und sie sind erlaubt.

Zu jeder Lieferung stellen wir auf Anfrage die Spezifikation bereit, damit du deine Etiketten und Karten korrekt beschriften kannst.

So kommt Cascara zu dir

Unsere Cascara kommt direkt von der Hacienda Sonora im Central Valley von Costa Rica, Crop 2025/26, ohne Zwischenhändler, und liegt in unserem Lager in Köln. Wir liefern ab 25 kg, also ab einem Gebinde, europaweit, in der Regel innerhalb weniger Werktage. Preise nennen wir auf Anfrage, ein Muster schicken wir Gewerbekunden gern vorab.

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